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Architecture
31. Mai 2021

Warum ich selbstständig sein will

Im Februar begann unser Autor Bernd Schenk eine 4-teilige Kolumne über eine Frage, die viele Architekturschaffende beschäftigt: Sich selbstständig machen oder im Angestelltenverhältnis arbeiten? Und was sind dabei die Vor- und Nachteile? Sein Kolumnen-Honorar stiftet der bekennende Freiberufler als Preisgeld für einen Mikrowettbewerb. Bernd Schenk fragte unsere Leser:innen, was ist für EUCH der wichtigste Grund, sich als freiberuflicher Architekt selbstständig zu machen?

In seiner Kolumne behandelt Bernd Schenk verschiedene Aspekte des Architekturberufs. Er zeigt Unterschiede zwischen der Tätigkeit als angestellte:r und selbstständige:r Architekt:in in den Bereichen „Work-Life-Balance“, „Ruhm und Zufriedenheit“, „Geld“ und „Kompetenz und Softskills“. Seine Erkenntnis: Letztendlich gibt es kein „besser oder schlechter“, sondern es ist eine Mentalitätsfrage. Wo liegen die eigenen Wünsche und Fähigkeiten? Wer bin ich und wer will ich sein?
Was für euch der wichtigste Grund ist, sich als freiberufliche:r Architekt:in selbstständig zu machen, habt ihr uns in Statements und kleinen Geschichten erzählt. Und unsere Leser:innen haben abgestimmt. Hier kommen die Top 3-Argumente:

 

Foto: Matthias Weber im Bruno Taut Glashaus Pavillon

Platz 1: Immo Alf, Architekturgestalter

„Sich als freiberuflicher Architekt selbstständig zu machen bedeutet, dass die eigenen Ideen voll und ganz zur Geltung kommen – wenn man sich nicht als Mitarbeiter eines beliebigen Architekturbüros unterordnen muss, sondern direkt für den Bauherren arbeiten kann.“

Platz 2: Matthias Weber, Architekt

„Um auch ich selbst zu sein und so zu handeln, auch wenn es nur für mich Sinn macht!

Foto: Notiz „Sich selbst zu sein ist nicht einfach aber ganz simple“

Platz 3: Burcu Karahan, Architektin

„2018, nach 11 Jahren Berufserfahrung als Architektin kam plötzlich das Bedürfnis „sich selbst zu sein“ (überhaupt in allen Bereichen des Lebens). In einer Dokumentation über Yoga fiel mir ein buddhistischer Mönch auf, der in den USA geboren und mit 40 Jahren zu den Yogis in Indien ausgewandert ist. Er lebt immer noch dort. Er sagte „Es ist nicht einfach aber simple“, basierend auf die Rede von Ronald Reagan in 1964.
Ich habe diesen Satz transformiert und hängte ihn 2020 über meinen Schreibtisch auf. Jedes Mal, wenn es schwierig wird, muss ich nur nach oben schauen.“

 

Foto: unsplash

Noch ein Tipp von unserem Kolumnisten

Es lohnt sich, sich über einige Fragen klar zu werden. Komme ich mit den jeweiligen Arbeitsbedingungen klar? Werde ich das genauso gut oder besser als die Kolleg:innen können? Wie fühlt sich das an? Hier sind Praktika oder ehrliche Gespräche mit schon angestellten Freunden, ehemaligen Kommiliton:innen sehr gut, um sich zu orientieren. Über die Architektenkammern kann man zudem Kontakt zu Berufsverbänden für angestellte Architekt:innen aufnehmen. Hier gibt es Tipps zu Verträgen, Gehaltsforderungen, Urlaub, etc. 
Angestellt oder freiberuflich? Diese Frage sollte sich jede/r ehrlich und vor dem Spiegel stellen. Denn sie ist eigentlich die Frage: „Wer bin ich und wer will ich sein?“

Wir bedanken uns herzlich bei Bernd Schenk, der diesen Mikrowettbewerb ins Leben gerufen hat.

 

Foto: unsplash
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