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Architecture
14. Dezember 2020

Community Check #18

Bei NXT A steht das A für architecture – und für die Menschen dahinter. In unserer Porträt-Serie stellen wir Euch kluge Köpfe der Architektur-Szene vor: Was bewegt sie? Was lesen sie? Worüber denken sie nach? Und welchen Blick haben sie auf die Welt? Wir haben nachgefragt, Ihr geantwortet. Mariska Flau schloss vor kurzem ihren Masterstudiengang an der TU München ab. Wir sprachen mit ihr über ihr Design Built Project in Ghana.

Kürzlich hat Mariska Flau ihr Masterstudium an der TU München abgeschlossen, ihren Bachelor hatte sie 2015 in Berlin absolviert. Sie nahm sich im Anschluss Zeit, um sich in der Welt der Architektur zu orientieren und Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln. Projekte, die von Architektur in humanitären Bereichen über Entwürfe von Luxusapartments und Möbeldesign in London führten und bis hin zur Architektur im Film reichten, ermöglichten ihr vielseitige Einblicke in spannende Bereiche der Architektur.

Was hat Dich zuletzt begeistert?
Das Zusammensein, wie es in vielen anderen Kulturen gelebt wird. Als ich Anfang des Jahres nach Ghana reiste, fand ich es beeindruckend, wie unspektakuläre Momente an Bedeutung gewinnen können, ganz einfach dadurch, dass sie zusammen erlebt werden.

Woran hast Du zuletzt gearbeitet?
Zuletzt arbeitete ich an meiner Masterthesis, dem Entwurf einer Plastik Recycling Station mit Artist Residency in Ghana. Das Gebäude schafft einen Ort, an dem nicht nur Plastik recycelt wird, sondern führt darüber hinaus auch Menschen durch Kreativität und Architektur zusammen.
Die Idee dieses Projektes ist zusammen mit einer Freundin – die als Bauherrin das Grundstück bereitstellt – entstanden und liegt uns beiden sehr am Herzen.

Du hast gerade Deine Masterarbeit an der TU München abgeschlossen – was hast Du nun vor?
Ich arbeite nun weiter an der realen Umsetzung meiner Masterarbeit, des fertigen Entwurfs, und wenn es irgendwann coronabedingt endlich uneingeschränkt möglich ist, möchte ich wieder Reisen. Beim Reisen lässt es sich am besten abschalten und der Kopf wird frei für Inspirationen.

Ein Herzensprojekt, das Du gerne umsetzten würdest?
Das Projekt, das im Rahmen meiner Masterthesis entstanden ist, möchte ich gemeinsam mit meiner Freundin und ihrer Familie in Ghana umsetzen. Anfang des Jahres reisten wir bereits nach Ghana, um uns ein Bild von dem Grundstück und den realen Bedingungen vor Ort zu machen, nun liegt es daran, Gelder zu sammeln und den ersten Baustein zu legen, um so den Bau in die Wege zu leiten.

Wofür möchtest Du Dir mehr Zeit nehmen?
Ich möchte mir mehr Zeit nehmen, um noch tiefer in das beschriebene Projekt einzutauchen. Dabei möchte ich unter anderem neben dem fertig gestellten Entwurf ein Nachhaltigkeitskonzept entwickeln und weitere Details ausarbeiten. Bei dem Projekt von Anfang bis Ende dabei zu sein, vor Ort an der Umsetzung mit der Community zu arbeiten, sowie die hoffentlich vielen positiven Auswirkungen, die das Gebäude in Ghana mit sich bringt, zu erleben, freue ich mich besonders.

Was ist Deiner Meinung nach die größte Herausforderung für die Baubranche?
Soziale Orte zu schaffen, die das Zusammensein fördern. So wie in fast allen Branchen wird auch in der Baubranche häufig nur auf Profit geaThtet, wobei soziale Aspekte vernachlässigt werden, obwohl doch bereits durch kleine (kostengünstige) Eingriffe ein großer Mehrwert entstehen kann, das Ganze muss natürlich immer im Einklang mit nachhaltiger Architektur stehen.

Titelbild: Mariska Flau hat ihr Masterstudium an der TU München abgeschlossen, ihren Bachelor hatte sie 2015 in Berlin absolviert.
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