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Arts & Culture
11. August 2021

Clubkultur in München

Die Ausstellung "Nachts. Clubkultur in München" (Stadtmuseum, München, bis 1. Mai 2022) nimmt ihre Besucher*innen mit auf einen Streifzug durch die Münchner Nacht. Besonders in München wird die tragende Rolle dieser Subkultur oft unterschätzt und findet zu wenig Beachtung. Das NXT A-Video zur Ausstellung

Das Münchner Stadtmuseum wirft mit der kulturhistorischen Ausstellung “Nachts. Clubkultur in München” ein Schlaglicht auf die Münchner Nacht und beleuchtet die Clubkultur als bedeutenden Bestandteil und sozialen Katalysator dieser Stadt. Faszinierende Objekte, atmosphärische Installationen und Fotografien aus acht Jahrzehnten dokumentieren das Nachtleben von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart und machen die Münchner Clubkultur erlebbar.

Das Video zur Ausstellung seht Ihr hier.

Die Ausstellung widmet sich dem Thema in seiner ganzen Bandbreite: von legendären Orten über legendäre Nächte bis hin zu legendären Musiker*innen; von fabelhaften Inszenierungen bis zum fahlen Licht des Morgengrauens; von den Menschen, die feiern bis zu einer ganzen Industrie, die davon lebt. “Nachts” verhandelt Themen wie Gender, Sexualität, Gemeinschaft und deren Codes, Rausch und Euphorie sowie den Ge- und Missbrauch legaler und illegaler Drogen. Die Ausstellung fragt aber auch nach der Bedeutung des Nachtlebens und der Clubkultur in Bezug auf die Urbanisierung Münchens und lenkt den Fokus auf die prekäre Situation der Clubs, die sich durch die Corona-Pandemie zusätzlich verschärft hat. Neben stadtplanerischen und ökonomischen Fragen nimmt sie insbesondere auch Menschen und Orte in den Blick, die das Geschehen in der Nacht und das Münchner Nachtleben prägten und prägen.

In der Ausstellung werden verloren geglaubte Orte wie zum Beispiel das Atomic Café wieder zum Leben erweckt. Objekte, Einrichtungsgegenstände und Fotografien aus dem Club Morizz, dem Ultraschall II, dem Flughafen Riem, dem Kunstpark Ost oder der Registratur erinnern an typische und außergewöhnliche Nächte vergangener Zeiten. Sound- und Videoinstallationen lassen die Besucher*innen die Rhythmen, Sounds und Bässe der Stadt spüren und entführen sie für kurze Zeit aus der Realität. Eigens für “Nachts” wurde von den Münchner naiv studios eine spezielle Raum-in-Raum-Installation gebaut.

Fotografien aus Münchner Clubs der letzten 80 Jahre veranschaulichen die Entwicklung der Münchner Clubkultur, eine Auswahl an charakteristischen und extravaganten Kleidungsstücken wie Schlaghosen, Disco-Kleidern und Drag-Kostümen wirft ein Schlaglicht auf modische Identifikationsmittel. Sentimentale und sinnlich erlebbare Momente in der Ausstellung wechseln sich ab mit aktuellen Themen und Herausforderungen, denn die Corona-Pandemie zwang deutschlandweit Clubs dazu, ihr Tore zu schließen. Dies dokumentiert in der Ausstellung eine Bilderstrecke von leeren Eingängen Münchner Clubs, die während des ersten Lockdowns im Mai 2020 fotografisch festgehalten wurden.

Video: NXT A

Die Ausstellung "Nachts. Clubkultur in München" (Stadtmuseum, München) nimmt ihre Besucher*innen mit auf einen Streifzug durch die Münchner Nacht. Foto: NXT A
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