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Urban Landscape
12. März 2020

NXT A zu Gast an der Hochschule für Film und Fernsehen in München

Hauptprotagonist in dem Film „The infinite happiness“ ist Bjarke Ingels‘ 8 House – Dänemarks größter Wohnkomplex und innovatives Sozialmodell. Im Rahmen der Munich Creative Business Week zeigten wir gestern Abend den Film und diskutierten danach mit Kreativen und Wissenschaftlern über die Zukunft des Wohnens

Dass es uns von NXT A ist ganz wichtig ist, Austausch mit Akteuren anzubieten, konnten wir gestern Abend in der Hochschule für Film und Fernsehen in München zeigen. Dort waren wir im Rahmen der Munich Creative Business zu Gast und präsentierten den Film „The infinite happiness“ von Ila Bêka und Louise Lemoine, der sich um das mehrfach preisgekrönte 8 House von Bjarke Ingels – Dänemarks größter Wohnkomplex in Kopenhagen und ein innovatives Sozialmodell – dreht. Trotz Corona hatten sich rund 90 Besucher in dem kleinen Kino 2 im Erdgeschoss versammelt und lauschten – nach dem gut eineinhalbstündigen Film – unserem anschließenden Talk, in dem wir mit Kreativen und Wissenschaftlern über die Bedeutung von Architektur für die Zukunft des Wohnens diskutierten.

Isa Fahrenholz moderierte die große Runde mit Christine Hannemann, Professorin für das Fachgebiet „Architektur- und Wohnsoziologie“ am Institut Wohnen und Entwerfen der Fakultät Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart, der Trendforscherin Oona Horx-Strathern, mit Rut-Maria Gollan (Vorstand Wagnis, München), Oke Hauser, BMW Group, Creative Lead MINI LIVING), Tanja Seiner, Designerin und Kuratorin für die KOOPERATIVE GROSSSTADT, München und Johann Spengler, Geschäftsführender Gesellschafter von Steidle Architekten, München.

Dass sich vor allem gesellschaftliche Entwicklungen auf unsere Wohnformen auswirken, führte Professorin Christine Hannemann aus soziologischer Perspektive aus: „Eines der entscheidendsten Entwicklungen ist für mich die Re-Urbanisierung. Im Vergleich zu den 1970/80er Jahren lebt die überwiegende Mehrheit nicht nur in Städten, sondern möchte in Städten leben.“ Im Bezug auf Lebensstil, Arbeitsverhältnisse und Ausbildungssituationen gibt es keine klassischen Konstanten mehr: Die Lebensverläufe durch die lange Lebensdauer sind vielfältig, und wir Menschen sind immer mehr multilokal unterwegs. „Die Fokussierung auf einen Ort als Wohnort gibt es daher für viele vorübergehend aus den unterschiedlichsten Gründen nicht – das berufliche Pendeln ist relativ bekannt – aber genauso spielt hier auch die Variation der Wohnorte aufgrund der Partnersituation eine Rolle,“ erklärte Christine Hannemann. Für das Wohnen relevant ist vor allem die Singularisierung. „Das Gemeinschaftsleben bzw. das partnerschaftliche Leben ist immer mehr an vorübergehende Lebensphasen gebunden, die Familienphase dauert 25 Jahre.“ Der Wandel ist also vielfältig.

Für alle, die gestern nicht mit dabei waren, werden wir die unterschiedlichen Ansätze und Perspektiven unserer Talk-Teilnehmer in einer zukünftigen Podcast-Reihe zum Thema Co-Living präsentieren.

Weil wir uns gestern über soviel Publikum gefreut haben, wollen wir Euch noch eine kleine Freude bereiten – nehmt also an unserem Gewinnspiel teil. Dazu beantwortet Ihr einfach folgende Frage: Gibt es Overtourism in Bjarke Ingels’ 8 House? Sendet die Antworten bis zum 19. März bitte an contact.nxt-a@callwey.de – wir sind auf Eure Rückmeldungen gespannt!

 

Text: Ute Strimmer

Titelbild: Isa Fahrenholz moderierte den gestrigen NXT A-Talk mit Christine Hannemann, Professorin für das Fachgebiet „Architektur- und Wohnsoziologie“ am Institut Wohnen und Entwerfen der Fakultät Architektur und Stadtplanung an der Universität Stuttgart, der Trendforscherin Oona Horx-Strathern, mit Rut-Maria Gollan, (Vorstand Wagnis, München), Oke Hauser, BMW Group, Creative Lead MINI LIVING), Tanja Seiner, Designerin und Kuratorin für die KOOPERATIVE GROSSSTADT, München und Johann Spengler, Geschäftsführender Gesellschafter Steidle Architekten, München. Foto: Jessica Mankel / NXT A
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