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Architecture
09. Juni 2021

KENNZEICHEN L – Eine Stadt stellt sich aus

Was macht die Stadt Leipzig stark, verwundbar, liebenswert oder auch anstrengend? Vom 16. Juni bis 26. September 2021 setzt sich das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig mit dieser und vielen weiteren Fragen sowie den „Identitäten“ seiner Stadt in der Sonderausstellung, begleitenden Publikation und zahlreichen Kooperationsveranstaltungen auseinander: alles unter dem Motto „KENNZEICHEN L. Eine Stadt stellt sich aus“

Leipzig ist keine Stadt wie jede andere. Als Lebensmittelpunkt und Reiseziel in aller Munde, erfreut es sich eines ungewöhnlich positiven Images. Doch scheint die Stadt nach Jahren des Wachstums an einem kritischen Punkt ihrer Entwicklung zu stehen. Zukunftschancen und Verteilungskonflikte stehen ebenso im Raum wie die Frage, worauf Leipzig zwischen alter und neuer Wirtschaftsbasis, kultureller Tradition, hipper Kreativwelt und lebenswerter Familienstadt künftig setzen will.

Was also macht diese Stadt stark, verwundbar, liebenswert oder auch anstrengend? Lässt sich das Lebensgefühl von 600.000 Menschen aus der Geschichte heraus verstehen? Und ist das sprichwörtliche „Kennzeichen L“ mehr als ein Stück Blech an der Stoßstange? Vom 16. Juni bis 26. September 2021 setzt sich das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig mit diesen Fragen und eben den „Identitäten“ seiner Stadt in der Sonderausstellung, begleitenden Publikation und zahlreichen Kooperationsveranstaltungen auseinander; alles unter dem Motto „KENNZEICHEN L. Eine Stadt stellt sich aus“.

Die Ausstellung spürt abseits gängiger Klischees jene gewachsenen Eigenheiten der Leipziger Mentalität auf, die bis heute den Alltag ihrer Bewohner:innen prägen. Sie thematisiert das „Weltdorf“ und die „Heimliche Hauptstadt“ und fragt nach dem Stellenwert bezahlbaren schönen Wohnens und dem schmalen Grat zwischen Anspruch und Größenwahn. Ist Leipzig eine Stadt der Engagierten und Aufsässigen? Oder der bürgerschaftlichen Kultur und gebrauchsorientierten Kunst? Pulsiert das Leben in den Stadtteilen oder im Zentrum? Wie wichtig sind in der Metropole der kurzen Wege gute Mobilität und stadtnahes Grün? Wie wurde und wird man Teil der besonderen „Leipzig-Story“ und wer fühlt sich ausgegrenzt und abgehängt?

„Unser Museum hat sich immer wieder mit Einzelaspekten der Leipziger Geschichte beschäftigt – »Kennzeichen L« aber versucht erstmals eine Gesamtschau der verbindenden Elemente wie der heißen Streitthemen der Leipziger Mentalität. Wir wollen aus der Geschichte heraus verstehen, was Leipzig so besonders macht und wie diese Stadt heute tickt. Unsere Objekte und Geschichten – von der Munitionskiste bis zum Gewandhausgestühl und vom Pflasterstein bis zur Zoo-Lotterie – laden die Gäste ein, Leipzig mit leidenschaftlicher Neugier und empathischer Kritik neu zu entdecken“, so Dr. Anselm Hartinger, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig.

In der Ausstellung werden keine endgültigen Antworten gegeben. Interaktive Vermittlungsangebote machen die Besucher:innen zu gleichberechtigten Stadtexpert:innen und beziehen sie auf Augenhöhe in die Debatte über ein lebenswertes Leipzig mit ein.

Haus Böttchergäßchen Foto: © SGM, Foto Peter Franke
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