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Architecture
09. Dezember 2020

Community Check #17

Bei NXT A steht das A für architecture – und für die Menschen dahinter. In unserer Porträt-Serie stellen wir Euch kluge Köpfe der Architektur-Szene vor: Was bewegt sie? Was lesen sie? Worüber denken sie nach? Und welchen Blick haben sie auf die Welt? Wir haben nachgefragt, Ihr geantwortet. Julian Kerkhoff arbeitet als Architekt bei Arnold / Werner, ist nebenbei als Künstler tätig und seit November 2020 auch das erste NXT A Testimonial. Wir haben mit ihm über seine Arbeit und seine Inspirationsquellen gesprochen.

Was ist dein Lieblingsplatz in deiner Stadt?

Der Münchner Olympiapark, insbesondere im Sommer.

Wie findest du Kreativität im Alltag?

Meist, wenn ich zu Fuß unterwegs bin und dabei Musik höre, z.B. auf dem Weg ins Atelier. Dabei kommen mir immer viele Ideen, manche sind gut, manche weniger. Um die guten Ideen festzuhalten, habe ich immer ein kleines Skizzenbuch dabei.

Was ist das Spannendste an deinem Job? Und woran arbeitest du gerade?

Das Spannendste an meinem Job ist wahrscheinlich der Umstand, dass Architektur eine sehr abwechslungsreiche Tätigkeit darstellt. Von Entwurf, Genehmigungsplanung, Werkplanung, Baustellenbesuch, BIM u.v.m. hat man eigentlich ständig eine neue Herausforderung.

Für Arnold / Werner bin ich derzeit in den letzten Zügen einer umfassenden Sanierung eines ensemblegeschützten Reiheneckhauses von 1908, die noch vor Weihnachten fertiggestellt wird. Zudem bin ich an der Entwicklung eines zukunftsorientierten Interior-Konzeptes für den gestalterischen Umgang mit einem sehr großen Bürogebäude im Münchner Süden beteiligt. Im neuen Jahr werde ich voraussichtlich die Projektleitung für ein Neubau-Einfamilienhaus im Münchner Süden übernehmen.

Was ist Dein Must-Have-Designerklassiker und warum?

Wahrscheinlich wäre das mein Bialetti-Kaffeekocher. Ich mag daran das sehr einfache, aber perfekt durchdachte Funktionsprinzip und auch die lange Geschichte, auf die dieses Alltagsobjekt zurückblickt. Zudem war und ist diese kleine Kanne seit ich denken kann bei uns zuhause jeden Morgen fester Bestandteil des Morgenrituals. Für mich ist das die Definition für ein Must-Have!

Wofür würdest du dich gerne mehr engagieren?

Für eine offene, diverse und inklusive Gesellschaft. Dabei sehe ich für mich persönlich in der Architektur – als Gefäß unseres täglichen Zusammenlebens – aber auch in der Kunst eine Mittlerrolle, zu der ich einen Beitrag leisten möchte.

Zudem hat mir das Unterrichten der Architektur-Erstsemester an der TUM in den vergangenen drei Jahren sehr viel Spaß gemacht. Auch wenn ich die Tätigkeit des akademischen Lehrens vorerst zugunsten meiner Tätigkeit in Büro und Atelier aufgehört habe, so möchte ich mich auch in Zukunft wieder für die Ausbildung des architektonischen Nachwuchses engagieren, sobald ich als Architekt noch etwas mehr Erfahrungen gesammelt habe.

Wo findet man dich, wenn du nicht im Büro sitzt?

In meinem kleinen Atelier in den Domagk-Ateliers, wo ich mich meinen künstlerischen Projekten widmen kann. Dort arbeite ich an meiner ersten Ausstellung, die ich – ursprünglich für Dezember geplant – aufgrund der aktuellen Situation erstmal auf unbestimmte Zeit verschoben habe. Auch wenn das erstmal ein Rückschlag war, so entstehen durch die aktuelle Situation und die damit verbundenen sozialen Entbehrungen zeitliche Freiräume, die ich für meine künstlerische Arbeit nutzen kann. Wenn ich nicht dort bin, bin ich oft draußen unterwegs, zum Beispiel im Olympiapark oder an der Isar.

 

Übrigens, Julian wird in seiner Funktion als NXT A Testimonial zukünftig auch bei ausgewählten NXT A Events mit dabei sein und euch dabei für Fragen zum Architektenalltag zur Verfügung stehen.

 

Foto: Julian Kerkhoff
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