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Urban Landscape
07. September 2020

Transforming Peripheries

Wo Stadt und Land zusammentreffen, liegen Potenziale für neue Flächen- und Mobilitätskonzepte, die noch nicht ausgeschöpft sind. Das neue E-Magazin „Transforming Peripheries“ untersucht die Möglichkeiten, die das urbane Land bietet. Ein Kooperationsprojekt der Hochschule Biberach mit unseren KollegInnen von TOPOS

Stadt oder Land? Für manch einen ist diese simple Frage nach dem Wohnort gar nicht so leicht zu beantworten. In den vergangenen Jahrzehnten sind um unsere Städte Regionen entstanden, die weder das eine noch das andere sind. Ursprünglich ländliche Gebiete, haben sich durch großen Zuzug und Industrie­ansiedlungen in ihren Lebensformen bereits stark urbanen Räumen angenähert. Gleichzeitig haben sich rurale Strukturen wie landwirtschaftlich genutzte Flächen und eine geringere Dichte bis heute erhalten. Die Architektin und Professorin am Institut für Architektur und Städtebau der Hochschule Biberach, Ute Meyer, bezeichnet diese Gegenden als „urbanes Land“. Eine Wortkombination, die treffend die beiden unvereinbar scheinenden räum­lichen Pole beschreibt. Die von ihr gegründete Forschungs­initiative urbanes.land hat sich zum Ziel gesetzt, bereits vorhandenes Wissen zu bündeln und einer breiteren Öffentlichkeit mit Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Politik zugänglich zu machen.

Als Produkt einer ersten Konferenz „Transforming Peripheries“ zum urbanen Land im September 2019 ist nun in Zusammenarbeit mit unseren KollegInnen des Fachmagazins TOPOS das englischsprachige und gleich­namige E-Magazin entstanden, das Konferenzinhalte aufgreift, aber auch Beiträge darüber hinaus versammelt, die sich mit dem urbanen Land auseinandersetzen.

Das urbane Land ist kein rein deutsches Phänomen. In ganz Europa wie auch in den Vereinigten Staaten kennt man ähnliche Fragestellungen zur Zukunft solcher Gebiete. Während zwischen Großstädten schon immer ein länder­übergreifender Diskurs stattfand, hat es für ländlich-urbane Räume bisher keine vergleichbaren Plattformen zum Austausch gegeben. So legt Transforming Peri­pheries wert auf Austausch und Dis­kussion über Social Media und versucht, das Thema möglichst vielschichtig zu vermitteln: Innerhalb eines Jahres soll das E-Magazin regelmäßig mit Interviews, Fotostories, Videos, Beiträgen und Podcasts gefüllt werden. In seinem internationalen und interdisziplinären Ansatz ein spannendes Projekt: Es ist wert, verfolgt zu werden.

Text: Simon Rötsch

Ihr interessiert Euch für das urbane Land, möchtet darüber diskutieren oder etwas dazu beizusteuern? Dann lest hier hinein.

Titelbild: Das urbane Land ist kein rein deutsches Phänomen. In ganz Europa wie auch in den Vereinigten Staaten kennt man ähnliche Fragestellungen zur Zukunft solcher Gebiete. Foto: Klaus Leidorf / Fotodokumentation Plattling, Niederbayern