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Urban Landscape
25. Mai 2020

The Post-Corona City – Ideenwettbewerb

NXT A lobt unter der Schirmherrschaft von Kerstin Schreyer, Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, den Ideenwettbewerb The Post-Corona City aus. NXT A und das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr laden ArchitektInnen, KünstlerInnen und DesignerInnen ein, ihre Vision der Post-Corona City einzusenden.

Die Krise, durch Covid-19 ausgelöst, zeigt vor allem eins: Die Gesellschaft, die Wirtschaft, ja letztendlich wir alle müssen uns ändern.

Die letzten Wochen haben die weltweite Ökonomie in eine Krise gestürzt. Großunternehmen brechen spürbar ein. Ganz zu schweigen von den vielen mittelständischen und Kleinunternehmen, die um ihre Existenz bangen.

Gleichzeitig wirken sich die Ausgangsbeschränkungen schon jetzt auf den städtischen öffentlichen Raum aus: der Konsum ist gedrosselt. Die Terrassen der Restaurants füllen sich langsam wieder und vor den Geschäften bilden sich Schlangen wartender Kunden. Parallel dazu joggen immer mehr Leute durch die Straßen, spazieren in Parks oder sitzen mit einem Kaltgetränk in der Sonne.

Doch diese drastischen Veränderungen bergen auch Chancen. Die Menschheit hat nun die Möglichkeit zu überdenken, wie sie funktioniert. In einem Interview mit der Schweizer Handelszeitung erklärt der Ökonom Jeremy Rifkin die Chance, durch die Corona-Krise den Klimawandel endlich ernst zu nehmen. Schließlich trug dieser letztlich auch zu der Ausbreitung des Virus bei: „Der Klimawandel löst eine Massenmigration aus, übrigens auch von Tieren, nicht nur von Menschen. Tiere müssen ihr Terrain verlassen und verschleppen Viren, die dann durch die Menschen weiterverbreitet werden.“ Gleichzeitig sei das Leben in urbanen Ballungszentren gefundener Nährboden für die Verbreitung eines Virus: „Die Menschen leben heute in riesigen Städten und urbanen Zentren. Das sind Brennpunkte für Ansteckungen.“

Zeit also für Veränderung. Nun kann noch niemand sagen, wie eine Welt nach Corona aussehen wird. Wie die neue Normalität sein wird, ist unklar.

Wann werden sich die ersten Büros wieder füllen? Wann wird das städtische Leben, wie wir es bisher kannten, wieder seinen Lauf nehmen? Zeit also, sich Gedanken darüber zu machen, wie eine Welt nach Corona aussehen wird. Wobei der Zukunftsforscher Matthias Horx zurecht angemerkt hat, dass die neue Covid-19-Ära in dem Sinne nie vorbei sein wird: „Die Welt ‚as we know it‘ löst sich gerade auf.“ Daher ist es schwierig, von einer Zeit nach Corona zu sprechen. Denn: Der Virus wirkt sich langfristig auf uns, unsere Verhaltensweisen und letztlich auch unsere Städte aus.

Im Angesicht dieser Herausforderungen und Veränderungen, können Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten die Post-Corona City konkret mitgestalten. Daher sind Sie alle gefragt: Wie sieht die Post-Corona City im Hinblick auf das soziale Zusammenleben, Mobilität, Kultur, Konsum und Klimaschutz aus? Welche Auswirkungen hat die Krise auf den öffentlichen Raum?

Eine Jury wird die Einreichungen bewerten und Gewinner in zwei Kategorien ausloben. Die Jury besteht aus folgenden Teilnehmern:

  • Benedikt Boucsein, TU München, Urban Design / BHSF Architekten
  • Isa Fahrenholz, Project Managerin New Monday, Georg Media, München
  • Dr. habil. Christine Hannemann, Universität Stuttgart, Fakultät I, Architektur und Stadtplanung
  • Katja Knaus, Freie Architektin BDA, Akademie der Bildenden Künste München, Lehrstuhl für Entwurf und Darstellung
  • Ingo Schötz, Ministerialrat, Leiter des Referats Zukunftsfragen des Wohnens und der Mobilität, Demografischer Wandel im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr
  • Ute Strimmer, Chefredakteurin NXT A, Georg Media, München
  • Jacob van Rijs, MVRDV

Die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs stellt die Redaktion in der BAUMEISTER-Septemberausgabe vor. Die besten Beiträge werden außerdem online und in den Social-Media-Kanälen von NXT A präsentiert. Dank der Stiftung Federkiel vergeben wir ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 3.500 € an die Gewinner.

Teilnehmer können bis zum 29. Juni 2020 ein frei gestaltetes Projektblatt – ein DIN-A2-Querformat (300 dpi; Dateigröße max. 6 MB, .jpg oder PDF) mit Bildern, Collagen, Renderings, Texten, Gedichten und/oder Zeichnungen einreichen. Das Projektblatt soll eine gestaltete Übersicht sein und einen Gesamteindruck der Einreichung geben. Das DIN-A2-Querformat dient der vergleichbaren Präsentation für die Fachjury. Unten rechts enthält das Projektblatt den Projektnamen und den Verfasser.

Zu den Auslobungsunterlagen.

Text: Isa Fahrenholz

Titelbild: Ideenwettbewerb Post-Corona City
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