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Digitisation & Virtualization
11. November 2020

Neues Forschungsinstitut für KI im Bauwesen in München

Die Nemetschek Innovationsstiftung unterstützt an der Technischen Universität München (TUM) in den kommenden zehn Jahren mit rund 50 Millionen Euro ein neues Forschungsinstitut zur Künstlichen Intelligenz (KI) im Bauwesen. Heute Vormittag wurde der Vertrag dazu offiziell unterzeichnet

Professor Georg Nemetschek, Gründer und Großaktionär der Nemetschek SE, hat in diesem Frühjahr die Nemetschek Innovationsstiftung (München) ins Leben gerufen. Der Schwerpunkt der Stiftungsaktivitäten liegt auf der Förderung von Kompetenz und Exzellenz im Bauwesen in den Bereichen Forschung, Lehre, Innovation und akademisches Leben. Die Stiftung wird nun ein  Forschungs- und Lehrinstitut zur Künstlichen Intelligenz (KI) im Bauwesen an der Technischen Universität München (TUM) fördern, und zwar über einen Zeitraum von zehn Jahren mit rund 50 Millionen Euro.

Heute Vormittag haben Vorstandsvertreter der Nemetschek Innovationsstiftung und TUM-Präsident Professor Thomas Hofmann den Start des neuen „TUM Georg Nemetschek Institute Artificial Intelligence for the Built World“ dazu den Vertrag offiziell unterzeichnet. Das Institut wurde gegründeten, um den Einsatz von modernster Computertechnologie, Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen für das Bauwesen weiter zu erforschen und damit den aktuellen Herausforderungen ökologisch und ökonomisch nachhaltig zu begegnen.

Digitalisierung des Lebenszyklus von Bauwerken und Infrastruktur
Mit dem Ziel durch die Integration der Datenwissenschaften in spezifische Anwendungsfelder neue Innovationspotentiale zu nutzen, hat die TUM kürzlich das Munich Data Science Institute (MDSI) als ein Kernelement ihrer TUM AGENDA 2030 gegründet. Die finanzielle Zuwendung der Nemetschek Innovationsstiftung trägt nun zur Beschleunigung der im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder definierten Entwicklungsstrategie der TUM bei. So entfaltet das TUM Georg Nemetschek Institute unter dem Dach des MDSI und der TUM School of Engineering and Design seine Wirkung künftig als zentrale Schnittstelle für Forschung, Lehre und Innovation zur Anwendung von KI und Maschinellem Lernen in den inhaltlich ineinandergreifenden Sektoren Planen, Bauen und Nutzen, also dem gesamten Lebenszyklus von Gebäuden und Infrastrukturbauwerken.

Unterstützt wird dieses Vorhaben der TUM von der Nemetschek Innovationsstiftung mit einer Basisfinanzierung in Höhe von 20 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren. Damit soll eine international renommierte Forschungspersönlichkeit als Direktorin oder Direktor des Instituts gewonnen werden. Zudem stellt die gemeinnützige Stiftung Projektmittel in Höhe von rund 30 Millionen Euro zur Verfügung.

„Mein berufliches Leben ist seit jeher von dem Bestreben geprägt, durch kreative und praxisorientierte Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet des Planens, Bauens, Nutzens und Verwaltens von Bauwerken technischen Fortschritt zum Wohle der Menschen zu erreichen,“ erklärt Professor Nemetschek. „Dass mir dies nicht nur als Wissenschaftler, sondern auch als Unternehmer gelungen ist, hat mich veranlasst, durch die Innovationsstiftung für die Fortführung dieser wichtigen Forschungstätigkeit zu sorgen. Überdies sollte es zu den Selbstverständlichkeiten in unserem Land gehören, dass Wohlhabende einen Teil ihres Vermögens an die Gesellschaft zurückgeben.“

Die Nemetschek Innovationsstiftung ist bereits die dritte Stiftung von Nemetschek: Bereits 1996 wurde die „Professor Georg Nemetschek Stiftung“ zugunsten der Fakultät Bauingenieurwesen der Hochschule München gegründet. Die Stiftung hat unter anderem die Gründung des iabi Instituts für angewandte Bauinformatik ermöglicht. 2007 rief er mit seiner Familie die ebenfalls gemeinnützige Nemetschek Stiftung ins Leben, die mit ihrer Arbeit Beiträge zur demokratischen Kultur in Deutschland leistet.

Nemetschek ­gründete in den 1970er ­Jahren ein Unternehmen für Bausoftware in ­München, mit dem er 1999 an die Börse ging. Heute beschäftigt die Nemetschek AG ­knapp 3900 Mitarbeiter.

Professor Georg Nemetschek, Gründer und Großaktionär der Nemetschek SE. Foto: Nemetschek Group
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