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Architecture
02. Juni 2021

Kreatives Unterlassen. Bauen nach dem Wachstum

Anlässlich des 16. BDA-Tages, der in diesem Jahr digital und dezentral in ganz Deutschland stattfindet, lädt der Bund Deutscher Architekten BDA Baden-Württemberg gemeinsam mit der Kreisgruppe Stuttgart / Mittlerer Neckar zu einem Aktionstag in der Staatlichen Verwaltungsschule Stuttgart, gebaut 1971 von Rolf Gutbier, ein

Der Bund Deutscher Architekten BDA ruft zu einem Perspektivwechsel in der Architektur auf: Für das Vorhandene aktiv Sorge zu tragen, das Bestehende mit Ideen für ein zukunftsfähiges Zusammenleben weiterzubauen, ist Kern einer reduktiven Strategie in der Architektur. Das Postulat im BDA-Positionspapier „Das Haus der Erde“ ist angesichts der planetarischen Grenzen dazu eindeutig: Dem Erhalt des Bestehenden kommt Priorität zu. Aus dieser Überzeugung leitet sich das Thema des diesjährigen BDA-Tags ab. Es finden in vielen Landesverbänden sowie in der Bundesgeschäftsstelle Diskussionen, Exkursionen, Vorträge und vieles mehr statt. 

In Stuttgart widmet sich der BDA dem gebauten Erbe der 1970er Jahre, welches zum Teil herausragende räumliche und bauliche Qualitäten aufweist, jedoch in der öffentlichen Wahrnehmung oftmals nicht in gleichem Maße Wertschätzung erfährt und von Verfall und Abriss bedroht wird. Vor diesem Hintergrund dient die Staatliche Verwaltungsschule Stuttgart, heute DHBW, als Beispiel für eine Architektur, deren Qualitäten in Stuttgart zu einem gewissen Maße in Vergessenheit geraten sind, jedoch von den Nutzer:innen der Gebäude durchaus geschätzt werden. Die Verwaltungsschule bildet auch einen Forschungsgegenstand von „Sharing Brutalism“, einem Forschungsprojekt der Klasse für Entwerfen, Architektur und Gebäudetypologie der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, welches sich unter der Leitung von Prof. Marianne Müller mit den Potentialen des Baubestands der 1960er bis 1980er Jahre im Großraum Stuttgart beschäftigt.

Mit dem Ziel, auf das Potential des Gebäudes aufmerksam zu machen und zukünftige Nutzungen zu reflektieren, wird am 12. Juni das Gebäude für eine interessierte Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neben der Besichtigung des terrassierten Innen- und Außenraums, werden eine Ausstellung des Forschungsprojekts „Sharing Brutalism“ sowie begleitende Kurzvorträge das Bild für Besucher:innen abrunden.

Programm:

12. Juni 2021:
16. BDA-Tag in der Verwaltungsschule Stuttgart
Architekt: Rolf Gutbier, 1971
(heute) DHBW, Jägerstr. 58, 70174 Stuttgart

Ausstellung „Sharing Brutalism“ der ABK Stuttgart, Reallabor
Prof. Marianne Müller und Constantin Hörburger

Besichtigung des Gebäudes

Begleitende Kurzvorträge im großen Hörsaal

ab 9:30 Uhr
Ankommen und registrieren

10:00-11:30 Uhr
Livestream des bundesweiten BDA Vormittags-Programms im großen Hörsaal der Verwaltungsschule

12:00 Uhr
Begrüßung durch Liza Heilmeyer, Landesvorsitzende BDA Baden-Württemberg Get-Together bei Sandwiches, Getränken und Live-Musik von Alexander “Sandi” Kuhn, Saxophon

13:00 Uhr
Führung durch das Gebäude und die Ausstellung (auch über einen Livestream auf dem BDA Vimeo Kanal)

13:30-17:00 Uhr
Open House in der Verwaltungsschule

Interessierte können sich unter folgender E-Mail Adresse anmelden: info@bda-bawue.de

Verwaltungsschule von Innen. Foto: Leonard Herrmann
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