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Urban Landscape
02. August 2020

Koordinatoren für die Manifesta 2022 gesucht

Die Manifesta findet 2022 erstmalig auf dem Balkan statt – und zwar in kosovarischen Hauptstadt Prishtina. Aktuell werden dafür fünf Koordinations-Stellen vergeben. Seit der letzten Ausgabe 2016 in Palermo hat die zeitgenössische Kunst-Biennale einen stark urbanistischen Anspruch

Die Manifesta – die europäische Biennale für zeitgenössische Kunst, deren besonderer Fokus traditionell auf politisch und sozial engagierter Kunst liegt, findet dieses Jahr in Marseille (Manifesta 13, Start 28. August bis 29. November) statt. Seit 2016 hat die Veranstaltung einen stark urbanistischen Anspruch: Intention ist es, die jeweilige Stadt nicht nur zu erschließen, sondern auch einen konkreten nachhaltigen Effekt zu hinterlassen. So hat die Leitung für die Research-Studien im Vorfeld der Manifesta 2020 Winy Maas und sein Rotterdamer Büro MVRDV übernommen.

Der nächste Austragungsort der Manifesta steht bereits fest. Die Wahl fiel auf die kosovarische Hauptstadt Prishtina. „Als historische Hauptstadt des jüngsten souveränen Landes Europas bietet Pristina einen einzigartigen Ort, von dem aus man in die Vergangenheit blicken und aus unerwarteten und heterogenen Perspektiven heraus über die aktuellen Herausforderungen nachdenken kann, vor denen Europa heute steht“, begründete die Manifesta-Stiftung ihre Wahl.

Aktuell sind vier Stellen für die Koordination der Manifesta in Prishtina zu vergeben. Dazu wird bereits in diesem Jahr mit einem Capacity-Training auf der aktuellen Manifesta in Marseille begonnen, um die Organisation der Manifesta, ihre Geschichte und ihre Methoden näher kennenzulernen. Ausserdem wird ein Hauptkoordinator gesucht, der für das Management und die Gesamtorganisation der Manifesta verantwortlich ist und an Hedwig Fijen berichtet.

Die Manifesta 2022 soll die BürgerInnen von Prishtina dabei unterstützen, ihren öffentlichen Raum zurückzuerobern und die Zukunft ihrer Stadt als aufgeschlossene Metropole im Herzen des Balkans neu zu schreiben. Der Kosovo scheint in Bezug auf die Mobilität eine eigene stille Revolution zu durchlaufen, so Manifesta-Direktorin Hedwig Fijen.

Bisher fand die Manifesta in Ljubljana, Trentino und Südtirol, in Sankt Petersburg und in Palermo statt. Seit ihrer Gründung in den frühen 1990er Jahren hat die Biennale den Auftrag, die sich wandelnde kulturelle Topographie Europas zu untersuchen.

Text: Ute Strimmer

Die Bewerbungsfristen für die fünf Stellen laufen bis zum 10. August bzw. 30. August. Weitere Informationen unter: www.manifesta.org. Bewerbungen an: m14jobs@manifesta.org

Foto: 2022 ist Prishtina, Hauptstadt des Kosovo, Austragungsort der Manifesta 14. Hier ein Blick auf die lokale Nationalbibliothek. Foto: Wikimedia Commons / © Arben Llapashtica