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Sustainability
28. September 2021

In Zukunft KS*

Im Jahr 1880 gelang dem Bauchemiker Dr. Wilhelm Michaelis der Durchbruch in der Kalksandsteinhärtetechnik. Unter Einsatz von gespanntem Heißdampf erzeugte er den ersten hochfesten Kalksandstein. Was als einfacher Mauerstein begann, entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer Bauweise, die heute ihren festen Platz in der Baulandschaft und insbesondere im Wohnungsneubau hat. Weiter ausgebaut werden soll diese Entwicklung nun durch den Launch der Wohnungsneubau-Kampagne „In Zukunft KS*“, initiiert durch KS-Original. Basierend auf der Überzeugung, dass wertbeständige und nachhaltige Architektur durch eine solide Bauweise bedingt wird, hebt sie die aktuellen sowie zukünftigen Herausforderungen des Wohnungsbaus hervor, gibt Denkanstöße und polarisiert

Gewinner in Weiß

Ein Blick auf die Zahl der Baugenehmigungen im Jahr 2020 genügt: mit insgesamt 368.589 genehmigten im Vergleich zu 779.432 noch nicht fertiggestellten Wohnungen setzte sich der seit 2008 anhaltende Anstieg des Bauüberhangs dramatisch fort und erreichte laut Statistischem Bundesamt den höchsten Stand seit 1998. Alle am Bau Beteiligten ebenso wie Politik, Verbände und Industrie sind dazu aufgerufen, effiziente Lösungen zu finden, die dieser Entwicklung nachhaltig entgegenwirken. So verschreibt sich der Markenverbund mit seinen Lösungen der konsequenten Vereinfachung von Planungs- und Ausführungsprozessen, die in den vergangenen Jahren insbesondere im mehrgeschossigen Wohnungsbau Anklang gefunden hat: Mit einem Anteil von über 39 % am umbauten Raum bei den fertiggestellten Wohnungsbauten mit drei oder mehr Wohneinheiten liegt der weiße Stein deutlich vor anderen bekannten Wandkonstruktionen aus Holz, Ziegel oder Stahlbeton.

Kein Holzweg

„Zukunftsfähig“ ist das Wort der Stunde und hat zugleich mehrere Dimensionen, die bereits in der Planung beginnen. Grundrisse sollen flexibel sein und sich im Laufe der Lebensdauer ohne großen wirtschaftlichen Aufwand an neue Situationen anpassen lassen. Scheint die massive Bauweise zunächst nicht allzu wandelbar zu sein, so beweist das KS-Wohnraummodell, entwickelt vom Markenverbund in Kooperation mit Innenarchitektur Stammer und redante haun architekten, das Gegenteil. Das Modell veranschaulicht, wie sich durch geringfügige Umbauten wie Wandöffnungen oder -stellungen Wohneinheiten zusammenlegen, trennen oder umnutzen lassen.

Kein Schall, kein Rauch

Abgesehen von möglichen Nutzungsänderungen haben Architekturschaffende während der Planung neben den Wünschen der Bauherrschaft zahlreiche Normen und Vorschriften zu beachten. Im Gegensatz zu hochkomplexen Verbund-Werkstoffen, die zunächst einmal gedanklich durchdrungen werden müssen, beschränkt sich der Kalksandstein auf das Wesentliche – nämlich das, was er aufgrund seiner Zusammensetzung am besten kann: hohe Lasten tragen, Lärmemissionen reduzieren, das Raumklima regulieren und vor Feuer schützen. Als Normprodukt vereinfacht und beschleunigt er in diesem Zusammenhang auch Abstimmungs- und Genehmigungsprozesse und kann die vorgegebenen Qualitätskriterien bereits bei schlanken Wandkonstruktionen erfüllen.

Evergreen

Eine weitere Facette zukunftsfähiger Gebäude ist ihre Nachhaltigkeit, die für KS-Original mit Wertbeständigkeit einhergeht. Denn wer nachhaltig bauen möchte, sollte nicht nur auf natürliche Materialien setzen, sondern auch eine möglichst lange Lebensdauer von Bauwerken garantieren können. Kalksandstein ist in diesem Zusammenhang erfreulich einfach: Kalk, Sand und Wasser sind seine einzigen und rein natürlichen Bestandteile, die regional gewonnen werden und ihm zudem seine Robustheit über mehr als 100 Jahre verleihen. Nach Ende der Nutzungsphase kann er bedenkenlos rückgebaut, zerkleinert und für den Straßenbau oder die Produktion von neuen Kalksandsteinen verwendet werden.

Seit mehr als einem Jahrhundert prägt Kalksandstein nun unsere Baukultur. Um den Herausforderungen im Planungs- und Ausführungsprozess effizient sowie mit hoher Gestaltungsfreiheit begegnen zu können, hat sich das Material ständig weiterentwickelt. Und auch in Zukunft steht der natürliche Wandbaustoff mit seinen massiven Vorteilen für zeitgemäße Mauerwerkslösungen im architektonischen Kontext. www.inzukunftks.de

Mehr im Video.

Auf zwei ehemaligen Kleingartenarealen mit einer Fläche von rund 11 Hektar entstand in Wolfsburg mit den Hellwinkel Terrassen ein neues innovatives Quartier mit Modellcharakter. Das Projekt ist ein wesentlicher Teil der Wolfsburger Wohnbauoffensive, mit dem Ziel, der städtischen Wohnungsknappheit entgegenzuwirken und gleichzeitig den Ansprüchen an zukünftiges Zusammenleben zu begegnen. Die Zwillingsbauten stellen eine architektonische Besonderheit dar: Hier realisierte die Neuland die beiden Gebäudeabschnitte in jeweils unterschiedlicher Bauweise. Das eine Gebäude wurde in KS-, das andere in monolithischer Bauweise geplant und errichtet. Über die kommenden Jahre werden alle nachhaltigkeitsrelevanten Daten im Kontext der Errichtungs- und Instandhaltungskosten verglichen. Foto: Olaf Mahlstedt
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