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Longlife Learning

Fragen über Fragen

Nachdem unsere Kolumnistin Simone von Schönfeldt in den vergangenen Wochen ihr Süppchen im Home Office kochte, schaut sie jetzt ein wenig über den Nachrichten-Tellerrand. Zaghaft und vorsichtig, quasi mit Mundschutz

Es herrscht Verunsicherung. Im DAB schreibt Christine Edmeier, dass man sich nach stundenlangen Telefonkonferenzen mit heißen Ohren nach „Präsenz-Sitzungen“ sehnt und unter anderem das Sommerfest und der Tag der Architektur inhaltlich geplant werden. Aber selbst dann, wenn Veranstaltungen wieder stattfinden dürften, bleibt momentan vollkommen unklar, ob sie tatsächlich stattfinden werden – und auch, ob die potenziellen Besucher vorsichtshalber lieber doch fernbleiben.

Ja, das sind Fragen, die uns auch bei arbeiten übermorgen umtreiben. Aber jetzt laufen unsere ersten Webinare und wir freuen uns über viel positives Feedback. Die Dozenten entdecken gemeinsam mit den TeilnehmerInnen die neuen Lernwelten und alle sind begeistert ob der vielen tollen Möglichkeiten, die sich eröffnen. Klar, in Online-Kommunikation per Videoschaltung müssen sich viele von uns noch etwas updaten – aber da geht was!

In der Auswertung der BDA-Mitgliederbefragung vom März/April 2020 ist unter anderem zu lesen, dass [bei Architekten] der Organisationsaufwand für gute Kommunikation exponentiell zugenommen hat und eine Abstimmung mit externen Partnern schwierig ist. Hier fällt uns allen auf die Füße, dass das dezentrale und digitale Zusammenarbeiten in vielen Kontexten leider noch kein Standard ist.

Warum eigentlich nicht? Zu einer Projektsteuerungsrunde trifft (bzw. traf) man sich nun mal regelmäßig persönlich in großer Runde und oft ist nicht nur eine Person aus einer anderen deutschen Großstadt schon am Vorabend mit dem Flugzeug angereist (Ooops: Reisekosten nehme ich mir ein andermal zum Thema). Aber kann man nicht auch per Videokonferenz ernsthaft zusammenarbeiten und auch ohne an einem Tisch zu sitzen, gemeinsam Entscheidungen treffen? Die Antwort ist ein Doppel-Ja. Wichtig ist doch, die Kommunikationsregeln für Telefon- oder Videokonferenzen tatsächlich zu etablieren – so hinterlässt man einen guten Eindruck und die Zusammenarbeit ist effektiv und macht noch dazu Freude.

Jetzt habe ich mich an Kommunikationsthemen festgebissen – ich will aber die anderen wichtigen Fragen nicht vergessen, die uns alle gerade beschäftigen: Wie geht man jetzt am besten mit Bauablaufstörungen um? Was wird mit dem Mehraufwand, den die Verzögerungen hervorrufen? Reichen die Budgets? Was wird aus Projekten, die auf Eis liegen? Was tun, wenn Folgeaufträge ausbleiben? Wie geht es Euch aktuell in Euren Jobs? Welche Nüsse sind zu knacken? Schreibt mir, ich freue mich über Nachrichten: mail@arbeiten-uebermorgen.de.

Bis in zwei Wochen, bleibt gesund und heiter!

Eure Simone von Schönfeldt

Architektin, Organisationsberaterin, Baufachjournalistin

Simone von Schönfeldt ist Architektin, Organisationsberaterin, Baufachjournalistin, Mitgründerin von arbeiten übermorgen – Weiterbildung & Weiterentwicklung für ArchitektInnen.

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Titelbild: Mit ihrer Kolumne für NXT A hält Simone von Schönfeldt Euch alle zwei Wochen auf dem Laufenden.
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