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Arts & Culture
04. März 2020

Die Architekturbiennale in Venedig startet drei Monate später

Die Architekturbiennale in Venedig wird jetzt erst im August eröffnet. Das gaben die Organisatoren heute nachmittag bekannt

Der Coronavirus hat jetzt auch die Architekturbiennale in Venedig erreicht: Statt am 23. Mai eröffnet die Schau jetzt am 29. August. Da sie wie geplant am 29. November endet, verkürzt sich ihre Laufzeit um drei Monate. Die Biennale wird damit in diesem Jahr nur wenige Tage vor Eröffnung der Filmfestspiele in Venedig (2. bis 12. September) starten.

Die Veranstaltung in der Lagunenstadt gilt als Blick auf die Zukunft der Architektur: Die 17. Architekturbiennale steht unter dem Motto „How will we live together (Wie werden wir zusammenleben)?“. Kuratiert wird sie von dem libanesisch-amerikanischen Architekten Hashim Sarkis, seit 2015 Dekan der School of Architecture and Planning am MIT. 63 Länder nehmen diesmal an der Biennale teil – zum ersten Mal der karibische Inselstatt Grenada, der Irak und Usbekistan. Den Deutschen Pavillon kuratiert das Team „2038“ um die Architekten Arno Brandlhuber, Olaf Grawert und Nikolaus Hirsch sowie den Film-Regisseur Christopher Roth – präsentiert werden dort Filme, die mit der Eröffnung online gehen.

Informationen zum Team „2038“

Arno Brandlhuber ist Architekt und Stadtplaner und führt seit 2006 die kollaborative Praxis Brandlhuber+ (Berlin). Seine Arbeit umfasst Architektur- und Forschungsprojekte, Ausstellungen und Publikationen sowie politische Interventionen. Seit 2017 ist Brandlhuber Professor für Entwurf und Architektur an der ETH Zürich.

Olaf Grawert plant, schreibt und spricht über Architektur. In wechselnden Kollaborationen und Medien beschäftigt er sich mit der Ökonomisierung und Politisierung von Raum und möglichen Strategien zur Re-Popularisierung von Architektur. Seit 2017 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ETH Zürich.

Nikolaus Hirsch ist Architekt, Kurator und Herausgeber in Frankfurt am Main. Er war Rektor an der Städelschule, Direktor des Portikus in Frankfurt und lehrte u. a. an der AA in London und Columbia University in New York. Er ist Gründer und Herausgeber von e-flux architecture.

Christopher Roth ist Film-Regisseur und Fernseh-Unternehmer. Sein Film Baader wurde 2002 im Wettbewerb der Berlinale mit dem Alfred Bauer-Preis ausgezeichnet. Aus der retrofuturistischen Recherche 80*81 (mit Georg Diez), gingen 13 Bücher und über 20 Theater-Aufführungen hervor. 2016 gründete er die Web-TV Plattform space-time.tv.

In Kollaboration von Brandlhuber+ (Arno Brandlhuber, Olaf Grawert) und Christopher Roth entstanden die Filme „Legislating Architecture” (2016), „The Property Drama” (2017) und „Architecting after Politics” (2018). Sie wurden unter anderem auf der 15. Architekturbiennale in Venedig, der Chicago Architecture Biennial 2017 und als Teil der Wanderausstellung „Legislating Architecture – Architecting after Politics“ (seit 2018) gezeigt. Gemeinsam arbeiten Arno Brandlhuber, Olaf Grawert und Christopher Roth an der ETH Zürich, wo sie den Web-TV Architektursender „station+“ aufbauen und betreiben.

Weitere Informationen unter www.labiennale.org

Statt wie geplant am 23. Mai eröffnet die Architekturbiennale in Venedig jetzt am 29. August. Foto: Collage 2038 / Jan Bitter
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