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Architecture
31. Dezember 2020

Community Check #20

Bei NXT A steht das A für architecture – und für die Menschen dahinter. In unserer Porträt-Serie stellen wir euch kluge Köpfe der Architektur-Szene vor: Was bewegt sie? Was lesen sie? Worüber denken sie nach? Und welchen Blick haben sie auf die Welt? Wir haben nachgefragt, ihr geantwortet. Johannes Zell arbeitet als Landschaftsarchitekt an der Schnittstelle von (Landschafts-)Architektur und -Kommunikation und Fotografie. Während des ersten Lockdowns im April 2020 hat er den Instagram Account @architectshomeoffice ins Leben gerufen. Dort werden Arbeitsplätze von Architekten im Home Office präsentiert

Wie bist du auf die Idee gekommen, den Instagram Account „architects home office“ ins Leben zu rufen? Was hast du darauf für Feedback bekommen?

Mitte März haben immer mehr Büros und Personen aus der Architekturwelt Fotos von oder aus ihren Home Offices gepostet. Ich fand es spannend, wie diese „provisorischen“ Arbeitsplätze aussahen und wie dort gearbeitet wird. Es war ja schon etwas neues, da das Thema Home Office in der Architekturbranche bisher noch nicht so weit verbreitet war. Also hatte ich die spontan Idee diese Fotos in einem Account „zu sammeln“, ganz nach dem Motto „einfach mal machen und schauen was passiert“. Das Feedback von denjenigen, die mir Fotos gesendet haben war durchweg positiv, und es haben sich einige Kontakte ergeben. Allerdings habe ich auch viele Nutzer angeschrieben und keine Antwort erhalten, aber so ist das halt.

Was inspiriert Dich?

Ein Bunter-Mix aus: Einfach raus gehen und Sachen entdecken, Ausstellungen, Reisen, Interviews, Instagram, Podcasts, Bücher, Zeitschriften… Vieles davon hat auf den ersten Blick nur wenig mit Architektur zu tun.

Welchen Podcast hörst oder welches Buch liest Du gerade am liebsten und warum?

Die Podcastliste ist recht lang. Es gibt einige aus unterschiedlichen Bereichen, die ich ab und an, je nach Thema/Gast höre. Ich nenne jetzt mal die, die ich (fast) regelmäßig höre. Zum lachen und zur Unterhaltung: Gemischtes Hack und Baywatch Berlin. Für interessante Menschen und Geschichten: Hotel Matze, OMR und Alles Gesagt. Fußball MML für die aktuellen News aus der Bundesliga. Darüber hinaus finde ich den Podcast „The Sooner Now – Die Stadt von morgen wird heute gemacht“ recht interessant. Schade, dass es seit März keine neuen Folgen mehr gibt.
Aktuell lese ich „Luftschlösser – Ein Blick auf Haus-Rucker-Co / Post-Haus-Rucker“ von Zamp Kelp über die Ideen und Architekturen von Zamp, die auch heute noch relevant sind. Davor war es etwas komplett anderes – und zwar „No Filter“ von Sarah Frier, die die Geschichte von Instagram und die damit verbundenen kulturellen Veränderungen – von der Gründung als burbn über den Kauf durch Facebook bis zum Ausstieg der Gründer 2018 – auf interessante Weise erzählt.

Worin siehst du bei der aktuellen Situation um Covid-19 die Herausforderung oder auch Chancen in deiner Branche?

Ich denke, andere Branchen stehen vor weitaus größeren Herausforderungen. Natürlich ist momentan die Projektbearbeitung etwas anders. Gleiches gilt für den Arbeitsalltag und das Büroleben. Hierin liegen aber auch Chancen, „neue“ Dinge wie zum Beispiel Home Office und digitale Besprechungen zu etablieren und davon zu profitieren.
Da keine Veranstaltungen stattfinden können, entstehen neue digitale Ideen, Konzepte und Formate als Alternativen. Das finde ich spannend und hoffe, dass die guten Ideen beibehalten werden – zumindest als Ergänzung.

Wofür würdest Du Dich gerne mehr engagieren?

Für soziale Projekte, da gibt es ja einige Möglichkeiten. Vielleicht auch für eine bessere Wahrnehmung der Landschaftsarchitektur in der breiten Öffentlichkeit, wenn sich eine interessante Chance ergibt.

Foto: Jan Ladwig
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