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Design & Interior
28. Mai 2021

Arbeitswelten nach Covid-19

Die Corona-Pandemie hat unser Leben gravierend verändert – das gilt auch in weiten Teilen für die Arbeitswelt. Selbst dort, wo der Betrieb weiterlaufen kann, wird das Arbeiten künftig anders aussehen als vor der Pandemie. Ein Großteil der Unternehmen hat den Arbeitsplatz seiner Mitarbeiter:innen in das Homeoffice verlegt, digitale Tools auf den neusten Stand gebracht und stellt fest: Es funktioniert auch ohne Anwesenheit im Büro. Welche Konsequenzen hat das für die Nutzung von Büroflächen, wie kann Leerstand vermieden und der neue „Freiraum“ effizient genutzt werden? Diese und weitere Fragen zum New Work nach Covid-19 beantworten die Innenarchitekt:innen, Architekt:innen und Strategieberater:innen von bkp aus Düsseldorf

Ungenutzte Büroflächen sind in Deutschland bereits seit einiger Zeit auf dem Vormarsch – und die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung im letzten Jahr stark beschleunigt. Denn das flexible, ortsunabhängige Arbeiten wird von vielen Mitarbeiter:innen gut angenommen: Laut einer vergleichenden Studie der Forschungsinstitute IGES und Forsa für die DAK aus den Jahren 2019 und 2020 hat sich der Anteil der Arbeitnehmer:innen, die täglich im Home-Office arbeiten, verdreifacht. Die Büroauslastung sank von 65 Prozent auf 40 Prozent (Quelle: Das Erste).

Büronutzung umdenken

Viele Unternehmen stehen nun vor einer Situation, auf die sie nicht vorbereitet waren: „Wir beobachten, dass vor allem die Unternehmen, die bisher wenig oder gar kein Homeoffice angeboten haben, nicht genau wissen, wie sie mit der Veränderung umgehen sollen“, erklärt Heiner Kolde, Innenarchitekt und Geschäftsführer bei bkp. Für ihn ist die räumliche Verkleinerung der Bürofläche nur eine Möglichkeit, um Kosten zu sparen. Stattdessen könne die entstandene Freifläche aber auch anders genutzt werden, beispielsweise für Thinktanks, flexibles Arbeiten oder Workshopräume: „Büroflächen, die nun weniger genutzt werden, müssen umgedacht werden. Sie sind jetzt die Treffpunkte, an denen die Kollegen:innen aus Büro und Homeoffice digital per Video- Call zusammenkommen. Das heißt: Diese Räume müssen so gestaltet sein, dass sie trotz der Distanz eine Atmosphäre der Nähe schaffen.“

Das Büro als Ort der Begegnung und Identifikation

bkp ist sich sicher: Die Umstrukturierung von Arbeitsflächen muss als Chance begriffen werden. Eine offene Unternehmenskultur, flexible Arbeitsbereiche und Zonen, die zu Zusammenkünften einladen, können Berge versetzen. Zusätzlich gewonnener Raum kann als Ort der Begegnung funktionieren und durch ansprechende Gestaltung die Identifikation mit dem Unternehmen fördern. Auch für eine gute Zusammenarbeit unter Mitarbeiter:innen spielt die Gestaltung von Büros eine entscheidende Rolle. Kreativzonen und Meetingräume laden zum Austausch ein, während konzentrierte Stillarbeit künftig vermehrt von zuhause stattfindet.

„Wir glauben, das Büro bleibt auch in Zukunft ein wichtiger Ort der Begegnung. Zwar werden Mitarbeiter:innen seltener als früher physisch anwesend sein, aber genau deswegen ist es entscheidend, die Arbeitsumgebung so zu gestalten, dass man gerne ins Büro kommt und die Räumlichkeiten Vorteile gegenüber der Arbeitsumgebung zuhause bieten. Entspannte Loungebereiche, einladende Teeküchen oder ein integriertes Café tragen beispielsweise zu spontanem Austausch oder kreativen Brainstormings bei“, erklärt Eva Boss, Architektin und Gesellschafterin bei bkp. Für sie steht fest: „Das Büro nach Covid-19 kann Bindung und Identifikation mit dem Arbeitgeber stärken, wenn man die neue Situation jetzt für Veränderungen nutzt.“

Von der Idee bis zum Einzug

Wie Bedarf und Anforderungen an das Büro nach der Pandemie aussehen, erarbeitet das Düsseldorfer Team von bkp gemeinsam mit dem Kunden in einem individuellen Workshop. Bei der Strategieentwicklung setzt das Innen:Architekturbüro auf einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem neben einer effizienten Flächennutzung, auch Aspekte wie interne Kommunikation, Unternehmenskultur oder Mitarbeiterbindung eine zentrale Rolle spielen. Gemeinsam werden Unternehmensziele erarbeitet, Changemanagement angestoßen und das Projekt von der Generalplanung bis hin zur Innenarchitektur umgesetzt – und das alles aus einer Hand. Auf diese Weise hat bkp erst kürzlich Projekte realisiert, die mit dem German Design Award 2021 ausgezeichnet wurden: die NEW Netz GmbH in Mönchengladbach, die BYK-Chemie in Wesel, und die Euregio-Klinik in Nordhorn.

Die Zeit für Veränderung ist jetzt

Um Unternehmen eine erste Möglichkeit zu geben, die eigenen Bedürfnisse zu ermitteln und sich für die Zukunft richtig aufzustellen, bietet bkp gemeinsam mit der DAL Bautec Baumanagement am Freitag, den 18. Juni 2021 von 11:00 bis 12:00 Uhr das kostenfreie Webinar „New Work – New Life – New Balance” an: In 60 Minuten beleuchten sie kompakt den Prozess von der Definition strategischer Ziele über das Herausarbeiten von Unternehmenskultur bis hin zur Realisation sowie Erfolgskontrolle des Projekts und unterstreichen dabei die konkreten To Dos, mit der jeder Unternehmer Veränderung anstoßen kann. Die kostenfreie Anmeldung ist möglich unter: events@b-k-p.net

BYK Chemie: Fließende Formen in einer ehemaligen Lagerhalle. Foto: bkp GmbH
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