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Arts & Culture
14. Mai 2021

37. Kurzfilm Festival Hamburg

Vom 1. bis 7. Juni findet das Kurzfilm Festival Hamburg online statt. Das Festival gehört zu den renommiertesten und wichtigsten Kurzfilmfestivals Europas und agiert im Spannungsraum von Kino, Ausstellung und Diskurs. „Ich bin weil wir sind“ lautet das diesjährige Motto und stellt die Frage nach Solidarität und der Rolle von Kultur in unserer Gesellschaft - gerade jetzt

Das Kurzfilm Festival Hamburg gehört zu den renommiertesten und wichtigsten Kurzfilmfestivals Europas. Seit 1986 werden im Festival jedes Jahr mehr als 400 Filme gezeigt. Das Festival agiert im Spannungsraum von Kino, Ausstellung, performativen Arbeiten, Konzerten und Diskurs. Es zeigt Filme, die laut und funkelnd, leise und poetisch, wild und besonnen auf die Welt reagieren. In ausgewählten Programmen zeigen wir so die Vielfalt des mutigen, experimentierfreudigen, künstlerischen Films. Filmemacher:innnen, Industrie und Publikum feiern gemeinsam die kurze Form.

Das Festival findet dieses Jahr vom 1. bis 7. Juni online statt. „Ich bin weil wir sind“ lautet das diesjährige Motto, angelehnt an Ubuntu – Südafrikas Philosophie der Verbundenheit. Es geht um ein solidarisches Miteinander. Kultur ist einer der entscheidenden Motoren, der uns als Gesellschaft zusammenhält. Das gemeinsame Erlebnis von etwas, das größer ist, als der oder die Einzelne.

Die Sektion Labor der Gegenwart ist Reflektionsort und Gesprächsraum des Festivals und blickt 2021 auf drei Schwerpunkte: Die Hamburger Positionen widmen sich Kulturräumen und Stadtentwicklung. Sie beschäftigen sich mit architektonischen Visionen und ihrer Realität, mit zweckgerichteten Räumen und ihrer Umnutzung mit wirtschaftsfreundlicher Stadtplanung und künstlerischem Widerstand. Sie blicken auf Orte die einst als neue menschenfreundliche Visionen von Stadt geplant waren und heute auf den ersten Blick obsolet und deprimierend wirken und untersuchen wo die Möglichkeiten und Grenzen für Kunst und Kultur liegen, um aktiv Einfluss auf Stadtentwicklung und städtische Politik zu nehmen.

Am Beispiel aktueller Projekte der Hamburger Stadtentwicklung (Diebsteich, Grasbrook) werden Möglichkeiten und Anforderungen eines kulturellen Großprojekts näher ausgelotet. Dabei blicken sie auch über die Landesgrenzen auf bereits realisierte Kulturbauten und fragen nach der Bedeutung von innovativen Kulturräumen für die Stadt und Stadtgesellschaft. Impulse von Sandra den Hamer, Eye Filmmuseum Amsterdam und Arbeitsgruppe ZAK-Zentrum für Audiovisuelle Medien Hamburg. Diskussion mit Gabu Heindl (Architektin und Stadtplanerin, Wien), Dorothee Halbrock (Hallo: eV, Hamburg), Franz-Josef Höing (Oberbaudirektor Hamburg), Moderation: Christoph Twickel (Journalist).

Mit Afrotopia – In the Present Sense zeigt der Kurator Alex Moussa Sawadogo eine Auswahl an Filmen der zeitgenössischen afrikanischen Kurzfilmszene. Im Mittelpunkt stehen Figuren und Filme, die neue Narrative erschaffen, Utopien entwerfen und Formen der Solidarität hinterfragen. Mit den Gestimmtheiten – Das Kino und die Gesten verfassen wir einen Katalog der Gesten (für und nach Vilèm Flusser): Wischen, Tippen, Schütteln – Alleine an diesen drei, täglich am Handy durchgeführten Handbewegungen, lässt sich erkennen, wie sich unser Gestenrepertoire in ständiger Veränderung befindet.

Im Open Space, dem Ausstellungsformat des Festivals, wird u.a. die Installation Dance to the end of Love von Akram Zaatari zu erleben sein. Die performativen Arbeiten dieses wichtigen zeitgenössischen Künstlers, Kurators und Archivars aus dem Libanon machen Lust weiterzumachen.

Programm

Das Kurzfilm Festival Hamburg präsentiert den State of the Art der kurzen Form. In den drei großen Wettbewerben, dem Internationalen Wettbewerb, dem Deutschen Wettbewerb und dem Dreifachen Axel, konkurrieren die Filmemacher:innen und Künstler:innen um Preise im Wert von mehr als 19.000 Euro. Im Labor der Gegenwart werden in kuratierten Filmprogrammen Fragen, Verhältnisse oder Kommentare zur Gegenwart aufgeworfen und im Forum mit Gästen diskutiert. Darüber hinaus gibt es das Archiv der Gegenwart, Branchenveranstaltungen, eine Ausstellung und viele weitere Screenings zwischen Horror und Humor.

Ort

Aufgrund der aktuellen Lage findet das Kurzfilm Festival 2021 online statt. Nach Möglichkeit und je nach Infektionsgeschehen wird die Ausstellung des Open Space für Besucher:innen geöffnet sein. Detaillierte Infos zu Programm, Tickets und Filmen gibt es hier.

 

Die Hamburger Positionen widmen sich Kulturräumen und Stadtentwicklung. Foto: Kurz Filmfestival Hamburg
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