Become a member
← Alle Artikel

“So wurde die Idee von NXT A geboren”

Initiator Christian Keck spricht mit Baumeister und erzählt, was es mit NXT A, dem neuen Clubangebot des gemeinsamen Verlags, auf sich hat.

Baumeister: Christian, was ist die Idee hinter NXT A?
Christian Keck: Wir haben eine Veränderung im Architekturmarkt wahrgenommen. Die neue Generation Architekten bringt ein neues Wertesystem mit. Es verändert sich sowohl die persönliche Sicht auf Arbeitgeber als auch das Selbstbild und das, was man erreichen und wie man sich darstellen will.

B: Diese neue Generation wollt Ihr ansprechen. Tun das nicht schon andere?
C K: Seitens der Verbände und der Kammern gibt es immer wieder Wettbewerbe oder Kampagnen, die sich an junge Architekten richten – und das ist auch gut so. Ein dauerhaftes und bundesweites Angebot aber konnten wir nicht entdecken. So wurde die Idee von NXT A geboren, ein fachliches Netzwerkangebot mit starken Inhalten und einem lifestyligen Vorteilsangebot zu kombinieren.

B: Was macht das Projekt einzigartig?
C K: Die Kombination der drei Leistungsbestandteile Netzwerk, Content und Lifestyle in einem Angebot. Neu ist auch der Ansatz, dieses als eigenständiges Produkt im Sinne eines Paid-Membership-Modells anzubieten. NXT A ist nicht an ein bestehendes Abomodell oder ein sonstiges Angebot aus unserem Haus gebunden. Und apropos Abonnement – auch die Mitgliedschaft selbst ist für die Branche neu. Unser großes Vorbild dabei war Netflix, das ein einfaches, flexibles und absolut transparentes Mitgliedsmodell anbietet: „Überzeuge Dich 30 Tage lang kostenlos von unserem Angebot. Dann entscheidest Du, ob Du weiterhin NXT A-Mitglied für einen weiteren Monat sein willst. Solltest Du es Dir doch anders überlegen, kannst Du monatlich Deine Mitgliedschaft selbst beenden.“

B: Architektur und Lifestyle verbinden – geht das überhaupt?
C K: Ja, natürlich. Bestimmte Interessen und Vorlieben, die insbesondere bei Architektinnen und Architekten etwas ausgeprägter sind, hören ja nicht am Schreibtisch auf.

B: Wenn die Idee so gut ist, warum ist noch kein anderer Verlag auf die Idee gekommen?
C K: Du weißt doch selbst – es muss immer einen geben, der mit etwas Neuem anfängt.

B: Wer sind die Konkurrenten?
C K: Im Moment sehe ich ehrlich gesagt keine. Aber natürlich buhlen wir wie alle anderen Fachmedien, Kammern und Verbände oder die Bauindustrie um die Aufmerksamkeit, das Zeitkontingent und das Budget junger Architektinnen und Architekten.

B: Die Wirtschaftszeitung Handelsblatt hat kürzlich ihren eigenen Club gestartet. Wie viel Handelsblatt-Wirtschaftsclub steckt in NXT A?
C K: Was wir an deren Club sehr schätzen, ist die Mischung des Angebots. Auch dort werden für eine bestimmte Zielgruppe Events, Contentangebote und life- styligere Vorteilsangebote miteinander kombiniert. Das machen wir vom Grundsatz her auch, betrachten es aber als eigenständiges und neues Angebot. Ansonsten wäre NXT A der „Baumeister Architektenklub“, der seinen Print- und Digitalabonnenten einen zusätzlichen Anreiz bietet, das Abonnement so lange als möglich aufrecht zu erhalten. Wir hingegen haben ein selbstständiges und modernes Membership-Modell: 30 Tage kostenlos testen, bei Gefallen geht das Abonnement los.

B: Was hat Dich persönlich bei der Initiierung des Projekts überrascht?
C K: Eigentlich die Erklärungsbedürftigkeit von NXT A. In der Entwicklungsphase habe ich mit vielen Architekten persönlich gesprochen. Und es hat immer eine Zeit gedauert, bis so richtig verstanden wurde, was NXT A genau ist und wofür es steht. Das habe ich mir konzeptionell zu Herzen genommen und bei der weiteren inhaltlichen Ausgestaltung berücksichtigt. Es hat aber auch gezeigt, welche Anstrengungen wir im Marketing werden unternehmen müssen, um NXT A bekannt zu machen, aber auch als „Produkt“ verständlich zu kommunizieren. Das wird uns bestimmt auch nach dem Launch immer weiter beschäftigen, und wir werden hier weiter optimieren.

B: Wann ist NXT A erfolgreich?
C K: Wir haben uns klare Kennziffern gesetzt, die natürlich die wirtschaftliche Seite, aber auch die Relevanz messen und vergleichbar machen. So gibt es von uns klare Zielsetzungen hinsichtlich des Website-Traffics, aber natürlich auch der Zahl an (zahlenden) Mitgliedern. Hierbei wird es auch spannend zu beobachten sein, wie viele und welche Mitglieder wir auch nach dem 30-tägigen Testmonat von NXT A überzeugen konnten und wie lange sie uns dann erhalten bleiben. Gerade dieser Aspekt ist wichtig, da wir dann auch ein noch besseres Gefühl für die inhaltliche Relevanz und die Akzeptanz durch die Architekten bekommen. Unser Angebot, egal ob Events, Content oder Vorteilsangebote, werden wir kontinuierlich an die Wünsche unserer Zielgruppe anpassen. Denn dann sind wir in einem echten Dialog, hören zu und lernen ganz viel dabei.

Dieses Interview ist in der Dezember-Ausgabe des Baumeister erschienen. Hier geht’s zum E-Paper.

 

Zitat: Christian Keck